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2009 - Rundreise über Dänemark's Inselwelt - Teil 2

Tag 8 bis 15 von insgesamt 21 Tagen

Tag 8

Als wir am frühen Morgen durch die geöffnete Dachlucke blinzelten, sahen wir nur einen blauen Himmel. Ein Blick durch das Fenster bestätigte den ersten Eindruck. “So kann es bleiben”, sagte ich.

Als heutiges Ziel hatten wir uns “Das Land der Legenden” in Lejre ausgesucht. Dort gab es Häuser, Hütten und Gärten aus der Steinzeit, Eisenzeit, Wikingerzeit, und dem 19. Jahrhundert sowie Schauwerkstätten und alte Haustierrassen – eingerahmt von einer schönen Natur mit Hügeln, Wäldern, kleinen Seen und Wiesen.

Doch vor der Weiterfahrt ging plötzlich unsere "Tussi" in den Streik. Eben noch an, in der nächsten Minute stumm und aus. Jegliche Streicheleinheiten wurden ignoriert. Also griffen wir wieder zurück zur guten alten Handnavigation. Kartenmaterial hatten wir genug dabei. Und so erreichten wir ein wenig verspätet das “Land der Legenden”. Dort verbrachten wir einen herrlichen Tag. Überall wurde uns entweder auf deutsch oder aber auf englisch alles, was wir wissen wollten, erklärt.

Auch heute kamen wir erst wieder am späten Abend zurück. Kurz vor der Ankunft musste es wohl kräftig geregnet haben bei uns auf dem Platz. Es war nämlich alles nass. Wir selbst haben an diesem Tag keinen Regen gesehen.

Tag 9

Sonntag bedeutet ausschlafen. Das bedeutet jetzt nicht, das wir sonst nicht ausgeschlafen hätten, nein, aber heute blieben wir noch ein wenig länger liegen.

Für den heutigen Tag hatten wir uns die Wikingerburg Trelleborg ausgesucht. Nach dem Frühstück machten wir uns auf dem Weg. Die Burg Trelleborg wurde am Ende der Wikingerzeit um 980/981 n. Chr. erbaut. Vermutet wird, dass König Harald Blauzahn sie als militärischen Stützpunkt errichtete. Es könnte aber auch sein das die Burg Handels,- und Verwaltungszentrum war. So genau weiß man das heute nicht mehr.
Die Burgreste wurden in den Jahren 1934-1942 vom Nationalmuseum untersucht und restauriert. Das Gelände ist recht weitläufig und so brauchten wir schon ein paar Stunden um alles zu sehen.

 

 

Auf dem Rückweg besuchten wir noch die Mühle von Skamstrup. Die Mühle war eigentlich verfallen, bevor sich 1992 eine Arbeitsgruppe der Reste annahmen. Und am 14. Juni 2003 war es dann soweit, die “neue” Mühle in Skamstrup wurde eingeweiht. Heute ist die Mühle jeweils Sonntags von 13:00 – 16:00 Uhr geöffnet.
Und wenn dann noch Wind weht, so wie an unserem Besuchstag, dreht sie sich und arbeitet ganz fleißig. Auf drei Etagen konnten wir uns alles ansehen.
Zum Schluss kauften wir noch 1,5 kg frisch gemahlenes Mehl. Ohne jeglichen Zusatz!

Als wir wieder am Wohnwagen angekommen waren, setzten wir uns noch ein wenig in die Abendsonne. Wieder ging ein schöner Tag zu Ende. Morgen geht die Reise weiter nach Kopenhagen.

Tag 10

Am nächsten Morgen waren unsere sieben Sachen schnell zusammengepackt. An der Rezeption rechneten wir noch schnell ab. Nach kurzer Zeit konnte die Reise beginnen. Ab diesem Zeitpunkt war wieder die gute alte Straßenkarte der ständige Begleiter bei den Autofahrten.

Und so erreichten wir den Campingplatz Absalon um ca. 12:30 Uhr. Mitten in der Mittagspause. Vor uns stand bereits ein Wohnmobil vor der Schranke. Wir drehten die Stützen herunter unten machten es uns im Wohnwagen erst einmal gemütlich. Draußen schien die Sonne und hinter uns füllte sich die “Ankommerspur” immer mehr. Entgegen dem Schild auf der Eingangstür wurde aber bereits um 13:30 Uhr wieder geöffnet. Die letzten werden die ersten sein,- frei nach diesem Motto stürmten einige der hinter uns stehenden die Rezeption. Sie schienen allesamt keinen Urlaub zu haben. Und offensichtlich war Kopenhagen auch nur noch heute vorhanden.

 

 

Wir ließen die eiligen vor und warteten geduldig. Als wir dran waren, teilte man uns einen Stellplatz zu. Und da wir schon viel negatives über den Campingplatz gelesen hatten, inspizierten wir als erste die Sanitäranlagen. Wir wurden angenehm überrascht. Alles war sehr sauber und großzügig angelegt.

Einzig die Stellplätze sind an manchen Stellen etwas schwierig zu erreichen. Zumindest mit großen Gespannen,- und wenn der Platz voll ist. Aber ansonsten gibt es nichts schlechtes zu berichten. An der Rezeption bekommt man Karten für die S-Bahn. In kurzer Entfernung vom Campingplatz befindet sich der S-Bahnhof. Und von dort ist man in weniger als 10 Min in der City. Das ist für einen Städtebesuch einfach perfekt.
Morgen wollten wir das alles ausprobieren. Aber für heute überkam uns eine heftige Müdigkeit. Und so kam es, das wir schon um 21:15 Uhr im Bett lagen und feste schliefen.

Tag 11

 

 

Der nächste Morgen begrüßte uns mit einem bedeckten Himmel. Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg in Richtung S-Bahn Station.

 

 

Doch allem Tatendrang machte der Regengott ein jähes Ende. Wir hatten gerade noch so unsere Rundfahrt mit dem Boot geschafft, da fing es auch schon an zu regnen.

Wir beschlossen für heute ab zu brechen und wieder nach Hause zu fahren. Kaum waren wir am Wohnwagen angekommen, fing es noch heftiger an zu regnen. Und es sollte für diesen Tag auch nicht mehr aufhören. Für den nächsten Tag wurde besseres Wetter zugesagt, wenn auch ab und an mit einem Regenschauer.

Tag 12

Das Wetter meinte es etwas besser an diesem Tag mit uns. Wir wollten heute den zweiten Teil unserer Stadteroberung starten. Und so fuhren um ca. 10:00 Uhr ein zweites mal mit der S-Bahn in Richtung City. Dieses mal aber eine Station weiter. So brauchten wir den gestrigen Teil der Stadt nicht noch einmal zu durchqueren.

Der Tivoli bildete für unseren Kopenhagenbesuch den Abschluß. Der gestrige Tag war, wegen dem Regen, absolut dafür nicht geeignet.
Und so machten wir uns auf dem Weg zu diesem, mitten in der Stadt liegenden, kleinen Vergnügungspark. Der Eintritt war recht günstig. Allerdings muß man, wenn man möchte, für die einzelnen Fahrgeschäfte extra bezahlen. Wir aber wollten nur ein wenig durch den Park schlendern.

Natürlich durfte noch ein abschließender Besuch im direkt am Tivoli liegendem Hard Rock Cafe nicht fehlen.

So eine Städtetour ist anstrengend,- und so erreichten wir am späten Nachmittag erschöpft aber zufrieden wieder unseren Wohnwagen.
Wir hatten recht viel gesehen und beschlossen den Kopenhagenbesuch für dieses Jahr abzuschließen. Ursprünglich waren vier Tage eingeplant.
Morgen sollte die Reise weitergehen. Wir wollten Seeland verlassen und Lolland, Falster und Møn besuchen.
Der Albuen Strand Camping sollte unser nächstes Ziel sein.

Tag 13

Zuerst schien heute morgen für kurze Zeit die Sonne. Doch dann zog es sich wieder zu.
Nach dem Frühstück fingen wir an alles zusammen zu packen. Ca. 09:30 Uhr zog ich “Isolde” langsam von ihrem Standplatz und fuhr nach vorne zur “Out-Check-Zone”. Schnell waren alle Formalitäten erledigt. Und so begaben wir uns wieder auf Reise. Kurz nachdem wir die Autobahn erreicht hatten fing es an zu regnen. Es sollte auch für heute nicht mehr aufhören. Ganz im Gegenteil.

Gegen 13:30 Uhr hatte wir den Albuen Strand Camping erreicht. Wieder hatten wir es geschafft in der Mittagspause anzukommen. Doch sollte die Mittagspause erst wieder um 16:00 Uhr (!) enden. Wir zogen uns die Regenjacken an und gingen über den Platz um ihn schon einmal zu besichtigen. Der Platz selbst ist schön gelegen. Doch liegt er weit draußen, weit entfernt von der nächsten Stadt. Außer dem Platz gab es sonst nichts. Irgendwie war der Platz nicht so richtig unser Ding. Wir setzen uns wieder ins Auto und wälzten die Campingführer. Fürs erste suchten wir uns den Stadtcampingplatz von Sakskøbing aus. Kurz entschlossen drehten wir das Gespann wieder um und fuhren das kurze Stück wieder zurück.

Der Stadtcampingplatz befindet sich unweit der Autobahn. Doch bemerkt man weder von der Autobahn etwas, noch hat man das Gefühl mitten in der Stadt zu stehen. Wir wurden sehr freundlich empfangen und konnten uns sogar einen Platz aussuchen. Wir suchten uns einen großen Stellplatz am Ende des Campingplatzes aus. Der Regen hörte nicht auf. Er wurde sogar noch heftiger. Ich zog das Vordach ein um wenigstens den Eingangsbereich trocken zu haben. Doch nach dem Abendbrot mussten wir es schon wieder bergen. Der Wind hatte in der Zwischenzeit erheblich an Stärke zu genommen.
Immer wieder schlug er unter das Vordach. Die Idee es zu bergen war gut. Der Wind wurde immer heftiger. So heftig das von dem Nachbarzelt (Saisoncamper) die Zelthäringe aus dem Boden gerissen wurden. Heidi lief schnell nach vorne zur Rezeption um Bescheid zu geben. In der Zwischenzeit versuchte ich die Häringe wieder in den Boden zu schlagen. Vergeblich. Ich holte noch ein paar zusätzliche Leinen um es wenigsten notdürftig zu sichern. Im Fernsehen sahen wir, das ein Sturmtief über den Norden Deutschlands und anschließend über das südliche Dänemark zog. Morgen sollte aber alles schon wieder vorbei sein. Wir hoffen mal das Beste.

Tag 14

Am nächsten Morgen holte ich uns die Brötchen. Der Himmel hatte sich in der Zwischenzeit beruhigt. Ich erfuhr, dass es in der Nacht 50 Liter pro qm (!) geregnet hatte. Gegen Nachmittag sollte es wieder anfangen zu regnen. Zwar nicht mehr so heftig, aber immerhin. Erst für den morgigen Tag wurde eine Wetterberuhigung zugesagt.

 

 

Und so beschlossen wir, uns nach dem Frühstück ein wenig die Stadt anzusehen. Sakskøbing ist eine schöne kleine Stadt. Am frühen Nachmittag fing es wieder an zu regnen. Auch der Wind wurde wieder heftiger. Den Rest des Tage verbrachten wir im Wohnwagen. Für den heutigen Abend benutzen wir den Fernseher.

Tag 15

Heute morgen sah die Welt schon besser aus. Die Sonne strahlte wieder von einem blauen Himmel. Und auch der Wind hatte wieder etwas an Kraft verloren. Diesen Tag wollten wir nutzen und so standen wir früh auf. Bereits um 8:00 Uhr holte ich uns die Brötchen. Für heute hatten wir uns das Mittelaltercenter in Nykøbing vorgenommen.

Nach dem Eingang fühlt man sich unmittelbar in das Mittelalter versetzt. Von der Vorführung einer Steinschleuder, zeigen des alten Handwerks, bis hin zu Ritterspielen wurde alles geboten.

Wir verbrachten den ganzen Tag dort. Erst am späten Nachmittag erreichten wir wieder unseren Wohnwagen. Abends setzten wir uns noch lange nach draußen und genossen die Sonne.
Diese hatte uns heute den ganzen Tag begleitet.