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Anne & Wolfgang (AnnWolf)

2017 - Entlang einiger Nationalparks in Schweden

Für diese Reise hatte ich mir hauptsächlich Nationalparks im südlichen,- und mittleren Schweden ausgesucht.

Ich suchte die Ruhe in den Weiten der Wälder. Doch es kam anders. Denn ich hatte mir auch die falsche Jahreszeit (Anfang August) ausgesucht. Auf vielen Plätzen war es einfach noch zu voll für mich. Ja sogar so voll, dass es auf einem Platz keinen Stellplatz mehr für eine Nacht gab. 

Wie immer, so auch heute bei einem Urlaubsstart, klingelte der Wecker recht früh. Leichter Regen hatte bereits in der Nacht eingesetzt. Um 9:00 Uhr hing ”Kraja“ an ihrem Haken. Die Reise konnte beginnen. Der Regen war stärker geworden. Außer dem ständig heftigen Regen, verlief die Fahrt problemlos. Zumindest bis hinter Hannover. Ich geriet in einen Stau von 24 km. Laut Verkehrsnachrichten bedeutete das einen Zeitverlust von 2 Std. So kam es auch. Kaum hatte ich das überstanden, folgten noch mehrere kleine Staus. Und so erreichte ich erst gegen18:00 Uhr den Camping Strandparadies Großenbrode, mein erstes Ziel. Zum Glück war der Platz für die Kurzzeitcamper leer. Ich erhielt einen Platz direkt vorne an der Schranke. Die Bordküche blieb am heutigen Abend kalt. Ich schlenderte entlang der Strandpromenade ins nahe Restaurant. Die Sonne hatte in der Zwischenzeit wieder die Oberhand übernommen.

 

Am nächsten Tag wollte ich ein gutes Stück weiterkommen. Der Wecker hatte erneut keine Gnade mit mir. Und wieder hatte leichter Regen eingesetzt. Pünktlich zur Abfahrt um 7:40 Uhr hörte es aber auf. Um 8:14 Uhr erreichte ich den Fährhafen,- und um 8:45 Uhr war ich an Bord. Um 9:30 Uhr verließ ich die Fähre wieder in Dänemark. 

Aber dann kam etwas Unerwartetes für mich. Es wurden Grenzkontrollen durchgeführt. Natürlich hatte ich davon gehört, aber ich hatte es wieder verdrängt. Aber alles verlief ohne Probleme. Die weitere Fahrt wurde immer wieder durch heftige Regenschauer begleitet. Um 12:00 Uhr erreichte ich die Öresundbrücke,- und somit auch Schweden endlich wieder. Ein kurzes ''Piep'' von meinem Mautsender im Auto,- und die Schranke der Mautstelle öffnete sich. Mein Ziel war der Sjötorpet Camping bei Markaryd. Gegen 15:00 Uhr erreichte ich den Platz.  Doch leider hatte der viele Regen der vergangenen Tage die meisten Stellplätze sumpfig gemacht. Die noch guten Plätze konnte ich mit meinem Gespann nicht erreichen. (tiefhängende Äste, etc.) Schade, denn ich kannte den Platz aus dem Jahr 2011 und hatte schöne Erinnerungen an ihn. Ich drehte wieder um und fuhr noch einen weiteren Platz in der Nähe an, der mir aber auch nicht zusagte. Nun musste der Campingführer herhalten.

Weit wollte ich heute allerdings nicht mehr. Ich suchte mir einen, mir ebenfalls bereits bekannten Platz aus. Es war der TIPI - Camping (Ljungby Camping). Diesen hatte ich bereits im Jahr 2014 angefahren. Um 17:00 Uhr erreichte ich den Platz. Die Regenschauer hatten in der Zwischenzeit wieder aufgehört.

Am nächsten Morgen strahlte die Sonne von einem blauen Himmel. Auch der heftige Wind hatte sich gelegt. Um 11.00 machte ich mich fertig für die Weiterfahrt. Vor der endgültigen Ausfahrt fuhr ich noch am Versorgungsplatz vorbei, ließ das Abwasser ab,- und füllte den Wassertank auf. 

Habo - Camping war heute das Ziel. Auch dieser Platz war mir bekannt. Ich hatte ihn im Jahr 2012 besucht. Nach kurzer Strecke auf der E4, in Richtung Campingplatz, erreichte ich den Laganland Sweden Shop. Fast auf jeder Reise habe ich ihn besucht, und da ich sowieso tanken musste, nutzte ich auch gleich noch die Gelegenheit um mich im Shop erneut um zu sehen. Nach kurzer Rast ging die Reise weiter. Um 13:20 Uhr erreichte ich den Campingplatz. Die Betreiber, ein holländisches Paar, waren noch genau so nett wie ich sie in Erinnerung hatte. Der Platz war gut besucht. Was mir auffiel, es waren viel mehr Zelte aufgestellt, als ich das auf früheren Reisen beobachtet hatte. Ein Comeback? Trotz der Fülle bekam ich einen schönen ruhigen Platz. Am Nachmittag führte mich ein kleiner Spaziergang zum nahen Vättern See. Er ist nur wenige Gehminuten vom Platz entfernt.

Einen Tag später war es bereits früh schon schön warm. Nach dem Frühstück machte ich mich langsam fertig. Um 10:40 Uhr setzte ich das Gespann in Bewegung. Mein Ziel war der Tiveden Camping, nahe beim Tiveden Nationalpark gelegen. Die Straße 195 war gut zu fahren,- ich kam gut voran. Um 12:30 Uhr erreichte ich den Platz. Doch zu meiner Verwunderung war kein einziger Platz mehr frei. Alles belegt. Das war mir noch nicht passiert. Hinter mir stand eine deutsche Familie, die ebenfalls sehr verwundert war. Wir kamen ins Gespräch. Ich schlug als nächsten Platz den Stenkällegårdens Camping Tiveden vor. Dieser liegt direkt im Nationalpark. Die Familie wollte mir folgen. Eine kurze Zeit später hatten wir den Platz erreicht. Hier waren noch einige Plätze frei. Ich suchte mir einen auf den oberen Terrassen, mit Blick auf den See, aus. Neben mir stand ein sehr nettes schwedisches Paar mit einem Wohnmobil. Wir hatten viele nette Unterhaltungen. 

 

Das besondere hier war, es gab auf dem Platz nur rationiertes Trinkwasser. Jeden Tag wurden frisch befüllte Behälter an jedem Sanitärhaus aufgestellt. Auch das war neu für mich. Begründet wurde das Ganze mit einem sehr trockenen Frühjahr. Die Seen dienen auch als Trinkwasserreservoir,- und hatten vielfach nicht genug Wasser. Für mich kein Problem,- für manch anderen schon.

Der Wetterbericht kündigte für den nächsten Tag Regen an. Schon am frühen nächsten Morgen fing es an. Ab und zu hörte es aber immer wieder zwischendurch für kurze Zeit auf. Gegen 14:00 Uhr wendete sich aber das Blatt. Von nun an regnete es ohne Unterlass. Ich setzte mich ins Auto und fuhr nach Askersund, um dort ein wenig durch die Stadt zu bummeln. Als der Regen wieder heftiger wurde, machte ich mich wieder auf den Heimweg. Allerdings fuhr ich noch das kleine Stück vom Campingplatz bis zum Tiveden Besucherzentrum weiter durch. Ich hatte gelesen, dass der Park vergrößert wurde, und vieles erneuert wurde. Für das Besucherzentrum kann ich das bestätigen. Ich hatte es anders in Erinnerung. Leider ergab sich keine Gelegenheit zum wandern. Bei strömenden Regen fuhr ich wieder zurück zum Wohnwagen. Dort gab es erst einmal einen heißen Kaffee.

Eigentlich wollte ich noch einen Tag länger bleiben. Aber der Platz war mir zu voll,- und auch zu laut. Hatte ich die falsche Jahreszeit erwischt? Ich beschloss weiter Richtung Norden zu fahren. Vielleicht entkam ich ja so der Menschenflut. Das Wetter wurde auch langsam wieder besser. In der Nacht hatte es aufgehört zu regnen. 11:00 Uhr hängte ich "Kraja" an ihren Haken.

 

Mein Ziel war der Sörälgens Camping bei Hällefors. Auch diesen Platz kannte ich bereits aus dem Jahr 2014. Ich wusste aber das der Besitzer gewechselt hatte. Ob wohl alles noch so schön ruhig und angenehm war wie früher? Um 13:30 Uhr erreichte ich den Platz und wurde nicht enttäuscht. Die neuen Besitzer waren sehr nett. Und die Ruhe war genauso, wie ich sie in Erinnerung hatte. Hier wollte ich länger bleiben und wandern. Den heutigen Tag genoss ich aber vor dem Wohnwagen, mit Blick auf den See Sörälgen, bei herrlichem Sonnenschein.

Der Campingplatz liegt im Naturschutzgebiet Bergslagen. Mitten hindurch führt der Fernwanderweg Bergslagsleden. Aber auch viele Rundwanderwege sind in dem Gebiet zu finden. An der Rezeption gab es die passende Wanderkarte zu kaufen. Ich suchte mir eine Etappe aus,- und machte mich auf den Weg. Alles ist sehr gut beschildert. Allerdings geht es förmlich über Stock und Stein. Mehr als 2km pro Stunde sind kaum zu schaffen. Da ich schon lange nicht mehr gewandert war, musste für heute eine Teilstrecke reichen.

Am frühen Nachmittag erreichte ich meinen Ausgangspunkt wieder. Ein wenig geschafft war ich schon.

Der nächste Morgen begann leider wieder mit einem bedeckten Himmel. Und der Wetterbericht sagte auch nichts Schönes. Für den Nachmittag war zusätzlich auch noch Regen angesagt. Schade, gestern war es so schön gewesen. Nach dem Frühstück wurde erst einmal "Kraja" versorgt. Wasser rein, Abwasser raus. Das Übliche eben. Anschließend schnürte ich meine Wanderschuhe. Ich wollte ein wenig in der Nähe des Campingplatzes laufen. Das Auto brauchte ich dafür nicht. Unmittelbar am Platz waren die Wanderwege schon etwas gemäßigter. Kaum hatte ich am Nachmittag den Wohnwagen erreicht, fing es an zu regnen. Zuerst nur ein wenig,- und nur ab und an. Aber gegen Abend wurde es mehr,- und es hörte auch nicht wieder auf.

Morgen wollte ich weiter. Aber ich komme wieder. Es hat mir bereits zum zweiten Mal hier gut gefallen.

In der Nacht hatte es weiter heftig geregnet. Draußen waren es gerade mal 12° C. Hatten wir nicht Sommer? Nach dem Frühstück machte ich mich fertig. Ich wollte die nächste trockene Fase abwarten,- um anzuhängen und weiter zu fahren. Um 10:40 Uhr war es dann soweit. Ein wenig hatte der Regen nachgelassen. Dafür wurde es aber noch ein wenig kälter. Nun waren es nur noch 9° C. Laut Wetterbericht sollte es aber ab Nachmittag besser werden.

 

Mein nächstes Ziel, der Malingsbo Camping, war nicht allzu weit entfernt. Um 12:20 Uhr erreichte ich den Platz. Der freundliche Empfang,- und das in der Zwischenzeit schöne Wetter, halfen aber nichts. Der Platz war zu groß für mich. Obwohl er wunderschön gelegen, inmitten einer kleinen Miniseenlandschaft, lag. Um an den großen See Nedra Malingsbosjön zu gelangen, muss die schmale Straße überquert werden. Trotzdem, für eine Nacht wollte ich hierbleiben,- und das sehr schöne Wetter genießen.

 

Am nächsten Morgen strahlte eine leuchtende Sonne von einem herrlich blauen Himmel. Aber es war noch kalt. In einiger Entfernung dampfte der See. Nach dem Frühstück wollte ich weiter fahren. Auf der Hinfahrt hatte ich einen kleinen Platz direkt am Wasser gesehen. Nicht ganz 10 km entfernt. Da wollte ich nochmals vorbei. Um 11:15 Uhr ging es los. Das Navi brauchte ich nicht dafür, dachte ich. Doch leider hatte der Platz nur eine schmale Einfahrt, die zudem auch nur von einer Straßenrichtung aus genutzt werden konnte. Leider nicht von meiner Richtung aus. Ich fand auch keine Gelegenheit zu wenden.

Also fuhr ich geradeaus weiter. Sehr wohl wissend, dass ich in die falsche Richtung fuhr. Nach einiger Zeit kam endlich eine Parkmöglichkeit. Als erstes wurde das Navi eingeschaltet. Ich gab die Koordinaten von meinem nächsten Platz ein. Und siehe da, so wurden es mal eben knapp 70 km (!) Umweg. So kann es gehen.

 

Mein nächstes Ziel war der Färnebofjärdens Camping im Nationalpark Färnbofjärdens.  Um 14:40 Uhr erreichte ich den Platz,- und wurde herzlich empfangen. Der Platz ist unter Schweizer Leitung. Ich hatte Glück,- und bekam sogar einen Platz direkt am Wasser. Einfach wunderbar! Hier wollte ich ein paar Tage bleiben. Hoffentlich hält sich auch das Wetter. Nachdem "Kraja" an ihrem Platz stand,- und versorgt war, machte ich es mir gemütlich und genoss die Landschaft. Herrlich war es.

Der folgende Tag begann schon mit herrlichem Wetter. Ich wollte den ganzen Tag faulenzen. Ich genoss das Frühstück und den extra Pott Kaffee in der Sonne. Neben mir standen schwedische Großeltern mit ihren Enkeln. Beide Kinder spielten im Wasser mit nichts anderem als ihren selbstgebauten Spielzeugbooten. Noch ein Platz weiter saß ein Junge in seinem Stuhl und las ein richtiges Buch. Kein Handy, kein Tablet, kein Internet,- nichts. Zufrieden mit sich und der Welt. Es gibt sie wohl noch,- die kleinen Ausnahmen.

Am Campingplatz beginnen etliche Wanderwege, bzw. führen daran vorbei. Ich erkundigte mich an der Rezeption nach einem kleinen Rundweg. Ich wollte ein wenig laufen. Direkt vom Platz aus führt ein schmaler Weg durch wunderschönen Kiefernwald. Begleitet wurde ich nur von ein paar Vögeln und Insekten. Eine wunderbare Stille umgab mich.

 

Am nächsten frühen Morgen schien noch die Sonne. Doch das sollte sich bald ändern. Laut Wetterbericht sollte eine Regenfront über das Gebiet ziehen. Der Himmel zog sich immer mehr zu,- und das Wetter hielt sich strikt an den Wetterbericht. Gegen Abend sollte der Spuk wieder vorbei sein. Ich machte mich im Wohnwagen an die Planung für die nächsten Tage, während es draußen regnete ohne Unterlass. Zudem wurde der Wind auch noch etwas heftiger.

 

Gegen 14:00 Uhr ging der Dauerregen in Schauern über. Ich machte mich auf den Weg zum nahen ICA um noch ein paar Lebensmittel ein zu kaufen. Als ich wieder zurück war, hörte es ganz auf zu regnen. Eine Stunde später schien bereits wieder die Sonne vom Himmel. Und ich konnte wieder einen herrlichen Abend draußen genießen.

Am folgenden Morgen schien bereits die Sonne, als ich aufwachte. Der See war aber noch in dichtem Nebel gehüllt. Nach dem Frühstück hatte die Sonne aber endgültig die Oberhand errungen. Ich setzte mich ins Auto um ein paar Sehenswürdigkeiten zu erkunden.

Als erstes fuhr ich zum Naturum. Der Naturum Färnebofjärden liegt im alten Stall der Hütte Gysinge Bruk am Ufer des Dalälven. In der Ausstellung erfahren Besucher Wissenswertes über die Flora und Fauna von Färnebofjärden und über die Landschaft des Nationalparks.

Bei Skekarsbo befindet sich ein Aussichtsturm. Den wollte ich ebenfalls besuchen. Mit dem Auto ging es weiter, auf Schotterpisten, quer durch die Wälder. Wie so oft in Schweden. Vom kleinen Parkplatz aus sind es noch wenige Meter bis zum Aussichtsturm. Erst wenn man direkt vor dem Turm steht, sieht man ihn auch. Von oben hat man, bei gutem Wetter, einen herrlichen Rundumblick über die weite Landschaft.

Ich hatte Glück. Der Ausblick war grandios.

Morgen sind die schönen Tage hier schon wieder vorbei. Die Reise geht weiter.

Um 10:45 Uhr hing "Kraja" an ihrem Haken. Am frühen Morgen hatte bereits wieder Regen eingesetzt. Und fast die ganze Fahrt über sollte er mich begleiten.

Der Strandstuvikens Camping bei Nyköping war mein Ziel. Die Fahrt verlief einmal quer durch das Autobahnlabyrinth von Stockholm hindurch, aber,- ohne Probleme. Um 15:00 Uhr erreichte ich den Platz. Um es vorweg zu nehmen, wieder kein Platz für mich in der Hauptreisezeit. Der Platz war sehr groß. Er hat einen eigenen Strand und bietet auch sonst so einiges. Zu dieser Jahreszeit war nicht mehr so viel los. Ich bekam einen Platz mit Blick auf den See.  Der Platz liegt in der Nähe vom Naturreservat Stendörren. Und das wollte ich mir morgen ansehen. Da sollte auch das Wetter wieder besser werden.

In der Nacht hatte es wieder heftig geregnet. Gegen Morgen klarte der Himmel aber wieder auf. Ganz so wie es der Wetterbericht versprochen hatte. Nach dem Frühstück machte ich mich auf den Weg ins Naturreservat.

 

Der Parkplatz war einfach zu finden. Doch befindet er sich mitten im Wald auf einer Lichtung. Doch wo waren die Schären? Ein Schild wies den Weg,- und siehe da, ein paar hundert Meter weiter, steht man direkt an der Ostsee,- und mitten in den Schären. Traumhaft!

Der Name Stendörren wurde bereits schon im 13. Jahrhundert erwähnt. Damals noch dänisch. Gemeint war damit der schmalste Teil im Sund. Und im 17. Jahrhundert entstand das Gasthaus Stendörren. Es gewährte Seeleuten bis zu 8 Tagen Bleiberecht,- um z. B. auf besseres Wetter oder Wind zu warten.

Ich wanderte einen kleinen Rundwanderweg durch die Schären, immer entlang am Wasser. Und wenn es mal nicht weitergeht helfen kleine Hängebrücken dabei, den nächsten Felsen zu erreichen.

 

Auch diese Naturreservat hat einen Naturum. Es befindet sich sehr schön gelegen an dem viel befahrenen Schärenfahrwasser und dem alten Fischerhof Aspnäset.

Es ist herrlich anzusehen wie große und kleine Boote durch die Schären segeln.

Ich hatte mir den Camping Långsjön als nächstes Ziel ausgesucht. Er liegt direkt an der Straße 40 zwischen Vimmerby und Ankarsrum. Es war trocken. Die Sonne kam immer wieder zwischen den Wolken hervor. Dazu wehte ein teilweise heftiger Wind. Um 14:00 Uhr erreichte ich den Platz, der am See Långsjön liegt. Um den See vom Platz aus zu erreichen, muss die Straße 40 überquert werden. Auf dem Stellplatz aus war die Straße hörbar, störte aber nicht. Der Empfang war sehr herzlich. Ich konnte mir einen Platz aussuchen. Man merkte aber, dass ich mich wieder in Småland befand. Immer noch waren viele Familien mit Kindern unterwegs. Zudem liegt der Platz nicht weit von Astrid Lindgren Land entfernt. Ein idealer Ausgangspunkt.

Leider konnte ich von meinem Platz aus den See nicht so richtig sehen. Aber für eine Nacht ist das kein Problem.

Um 10:30 Uhr setzte ich meine Reise am nächsten Tag fort. Der Camping Nordländer war mein Ziel. Um 12:45 Uhr erreichte ich den Platz in Åby.

Geführt wird der Platz von einem Berliner Paar, die vor ca. 30 Jahren hierher ausgewandert sind,- und sich einen kleinen einfachen Campingplatz erschaffen haben. Herrlich gelegen in wunderbarer Natur. Zusätzlich wurde eine perfekte Kanubasis aufgebaut. Der Platz liegt direkt am See Helgasjön. In der Hochsaison ist hier bestimmt einiges los. Jetzt stand ich mit einem Wohnmobil alleine hier. Herrlich,- eigentlich ein Geheimtipp. Als ich ankam hatte die Rezeption geschlossen. „Einfach hinstellen, der Rest wir morgen gemacht",- wurde mir gesagt. So tat ich es auch. Den Rest des Tages verbrachte ich in absoluter Ruhe am Platz. Nur ein leises Rauschen von einem Stauwehr war zu hören.

Pünktlich um 10:00 Uhr stand Joachim Jacob am nächsten Morgen vor seiner Rezeption. Hier muss mit Bargeld bezahlt werden. Bezahlen mit irgendwelchen Kreditkarten ist nicht möglich. Joachim und ich unterhielten uns noch eine Weile, bevor ich um 11:00 Uhr weiter fuhr,- mit dem festen Willen wieder zu kommen.

UPDATE 2020:
Bereits im Jahr 2017 waren die Besitzer von Camping Nordländer dabei den Platz zu verkaufen. Offensichtlich wurde kein Nachfolger gefunden. Der Platz wird in div. Campingführern nicht mehr geführt. Sehr schade.
(ohne Gewähr)

Der Mjölknabbens Camping war mein nächstes Ziel. Er liegt südlich von Växjö am See Åsnen, im südlichen Småland. Bereits um 12:20 Uhr erreichte ich den Platz. Die Straße dorthin wurde zwar immer schmaler, war aber gut zu fahren. Dieses Mal konnte ich den Wohnwagen nicht so hinstellen, dass ich vom "Wohnzimmer" auf den See sehen konnte. Es gab hier eine Vorschrift, nach der die Deichsel immer zum Weg zeigen musste. Aber das Wetter war gut,- und so konnte ich in meinem Stuhl draußen sitzen,- und die herrliche Aussicht auf den See genießen. Ich nahm mir vor zwei Tage zu bleiben. Ich wollte mir unbedingt den Autofriedhof Kyrkö Mosse ansehen.

Die Sonne schien am nächsten Morgen von einem herrlich blauen Himmel. Nach dem Frühstück machte ich mich auf ins nahe Ryd. Dort an der Straße 119 lag der Autofriedhof Kyrkö Mosse. Kyrkö Mosse ist der Name des Moores, und Åke Danielsson hat hier gelebt und anfangs nur Torf gewonnen.

 

Erst später widmete er sich der Verwertung von Autos. Die ausgeschlachteten Wracks lies er einfach im Wald stehen. Er betrieb sein Geschäft bis ca. Ende 1980. 1992 zog er ins Altersheim. Und dann ging es lange hin und her zwischen neuem Besitzer und dem Land. Schließlich gibt es in Schweden verschärfte Umweltgesetze. Aber es gab auch Fürsprecher. Selbst das TV und die Presse berichteten landesweit. Aber dann endlich beschäftigte sich die Regierung mit dem Fall. Und anders als in ähnlichen Fällen, in anderen Ländern, erkannten die Behörden in Schweden den kulturhistorischen Wert. Seitdem steht das Gelände bis 2050 unter Schutz. Danach wird neu entschieden.

Åke Danielsson

 

Noch ein kleiner Tipp,- fahrt die Straße, die aus Ryd hinaus führt, langsam. Es gibt keine Hinweisschilder,- und keine großen Parkplätze, die auf die Moorlandschaft hinweisen. Nur ein kleines Hinweisschild direkt am Waldrand zeigt an, dass ihr das Ziel erreicht habt. Hier ist auch eine kleine Parkmöglichkeit für ein paar Autos geschaffen worden.

Morgen muss ich bereits mein letztes Etappenziel für dieses Jahr in Schweden anfahren. Warum vergeht die Zeit eigentlich immer so schnell?

Kalt war es in der Nacht gewesen. Gerade einmal 9° C waren es. Um 8:00 Uhr schien bereits die Sonne über dem Platz. Über dem See lag leichter Nebel. Ein schönes Bild. Für mich ging die Reise heute weiter. Wie schon so oft in den vergangenen Jahren, so war auch dieses Mal der Barsebäckstrand Camping mein Ziel. Um 11:00 Uhr startete ich die Weiterfahrt. Zwar zog sich der Himmel ein wenig zu, aber zu regnen fing es nicht an.

Ohne weitere Probleme erreicht ich um 14:40 Uhr den Campingplatz. Es war hier bereits Nachsaison. Dementsprechend leer und ruhig war der Platz. Leider hatte sich der Himmel in der Zwischenzeit komplett zugezogen. Einen schönen Sonnenuntergang über der Ostsee war also nicht zu erwarten. Schade. Ich fuhr noch kurz ins nahe gelegene Einkaufscenter um den Volvo nochmals voll zu tanken. Den Rest des Tages verbrachte ich am Platz und genoss die Aussicht auf die Ostsee. Ab und zu kamen ein paar Tropfen vom Himmel. Doch gegen Abend hatte der Wettergott doch noch ein Einsehen.

Ich bekam doch noch einen schönen Sonnenuntergang zum Abschluss meiner Reise.

Am nächste Tag stand ich etwas früher auf. Ich wollte, nein ich musste, wieder zurück nach Deutschland. Draußen war bereits herrliches Wetter. Zudem war es, dafür das ich direkt an der Ostsee stand, schon sehr warm. Allerdings wehte ein heftiger Westwind.

 

Um 10:40 Uhr hatte ich die Öresundbrücke erreicht. Die Fahrt durch Dänemark verlief ohne Probleme. Um 13:00 Uhr erreichte ich die Fähre. Ich hatte Glück und konnte direkt an Bord fahren. 45 Minuten später war ich wieder in Deutschland.

 

Entgegen meiner Gewohnheit hatte ich mir einen anderen Campingplatz für die erste Übernachtung in Deutschland ausgesucht als sonst. Der Campingplatz Ivendorf, bei Travemünde war mein Ziel. Um 15:45 Uhr erreichte ich den Platz. Wegen der Platzeigenen Pizzeria, blieb die Bordküche heute kalt. Morgen wollte ich noch einen Zwischenstopp einlegen, bevor dann am Sonntag der Urlaub endgültig zu Ende war.

Heute, am frühen Morgen war es schon richtig warm draußen. Nach dem Frühstück machte ich mich bereit für die Heimfahrt.

Um 10:15 Uhr verließ ich den Campingplatz. Kurze Zeit später stand ich bereits in dem ersten kurzen Stau. Im Radio hörte ich das in NRW die Ferien zu Ende gingen. Na wunderbar. Mit vielen kleinen Staus ging es immer weiter. Der Campingplatz Aller-Leine-Tal sollte für heute mein Ziel sein. Ich kannte den Platz bereits. Er liegt in unmittelbarer Nähe der A7. Um 13:45 Uhr erreichte ich den Platz. Allerdings in der Mittagspause. Aber Linda Boer, die Chefin, sah mich schon und kam herbeigeeilt. Wir hatten ein nettes Gespräch. Sie machte mir die Schranke auf. Ich sollte mir einen Platz aussuchen,- und später bezahlen. Super Service! Ich tat wie mir gesagt wurde. Es war sehr warm draußen. Am späten Abend besuchte ich noch das Platzeigene Restaurant. Hier gibt es herrlichen Kibbeling. Und genau den wollte ich.

Einen Tag später startete ich um 11:00 Uhr die letzte Etappe dieser Reise,- und um 14:30 Uhr erreichte ich, ohne Probleme, wieder meinen Heimatplatz.

Als Fazit bleibt zu sagen, ich war ca. 14 Tage zu früh unterwegs gewesen. Es war teilweise noch sehr voll. Vor allem in Südschweden. Ich mag es eher ruhig und still. Wie sagte ein Campingfreund hinterher? „Demnächst fährst du wieder 14 Tage später. Dann sind Touristen und Mücken weg.“ Recht hat er.

ENDE

(Reisedauer = 23 Tage) 

Die hier beschriebenen Einrichtungen spiegeln den Stand aus dem jeweiligen Jahr wieder,- und können sich bis heute teilweise,- oder auch vollkommen verändert haben.