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2017 - Entlang einiger Nationalparks in Schweden - Teil 2

Tag 8 bis 15 von insgesamt 23 Tagen

Tag 8

Heute Morgen war es leider schon wieder bedeckt. Und der Wetterbericht sagte auch nichts Schönes. Für den Nachmittag war Regen angesagt. Schade, gestern war es so schön gewesen. Nach dem Frühstück wurde erst einmal "Kraja" versorgt. Wasser rein, Abwasser raus. Das Übliche eben. Anschließend schnürte ich meine Wanderschuhe. Ich wollte ein wenig in der Nähe des Campingplatzes laufen. Das Auto brauchte ich dafür nicht. Unmittelbar am Platz waren die Wanderwege schon etwas gemäßigter. Kaum hatte ich am Nachmittag den Wohnwagen erreicht, fing es an zu regnen. Zuerst nur ein wenig,- und nur ab und an. Aber gegen Abend wurde es mehr,- und es hörte auch nicht wieder auf.

Morgen wollte ich weiter. Aber ich komme wieder. Es hat mir bereits zum zweiten Mal hier gut gefallen.

Tag 9

In der Nacht hatte es weiter heftig geregnet. Draußen waren es gerade mal 12 °C. Hatten wir nicht Sommer? Nach dem Frühstück machte ich mich fertig. Ich wollte die nächste trockene Fase abwarten,- um anzuhängen und weiter zu fahren. Um 10:40 Uhr war es dann soweit. Ein wenig hatte der Regen nachgelassen. Dafür wurde es aber noch ein wenig kälter. Nun waren es nur noch 9 °C. Laut Wetterbericht sollte es aber ab Nachmittag besser werden.

 

Mein nächstes Ziel, der Malingsbo Camping, war nicht allzu weit entfernt. Um 12:20 Uhr erreichte ich den Platz. Der freundliche Empfang,- und das in der Zwischenzeit schöne Wetter, halfen aber nichts. Der Platz war zu groß für mich. Obwohl er wunderschön gelegen, inmitten einer kleinen Miniseenlandschaft, lag. Um an den großen See Nedra Malingsbosjön zu gelangen, muss die schmale Straße überquert werden. Trotzdem, für eine Nacht wollte ich hierbleiben,- und das sehr schöne Wetter genießen.

Tag 10

 

Heute Morgen strahlte eine leuchtende Sonne von einem herrlich blauen Himmel. Aber es war noch kalt. In einiger Entfernung dampfte der See. Nach dem Frühstück wollte ich weiter fahren. Auf der Hinfahrt hatte ich einen kleinen Platz direkt am Wasser gesehen. Nicht ganz 10 km entfernt. Da wollte ich nochmals vorbei. Um 11:15 Uhr ging es los. Das Navi brauchte ich nicht dafür, dachte ich. Doch leider hatte der Platz nur eine schmale Einfahrt, die zudem auch nur von einer Straßenrichtung aus genutzt werden konnte. Leider nicht von meiner Richtung aus. Ich fand auch keine Gelegenheit zu wenden.

Also fuhr ich geradeaus weiter. Sehr wohl wissend, dass ich in die falsche Richtung fuhr. Nach einiger Zeit kam endlich eine Parkmöglichkeit. Als erstes wurde das Navi eingeschaltet. Ich gab die Koordinaten von meinem nächsten Platz ein. Und siehe da, so wurden es mal eben knapp 70 km (!) Umweg. So kann es gehen.

 

Mein nächstes Ziel war der Färnebofjärdens Camping im Nationalpark Färnbofjärdens.  Um 14:40 Uhr erreichte ich den Platz,- und wurde herzlich empfangen. Der Platz ist unter Schweizer Leitung. Ich hatte Glück,- und bekam sogar einen Platz direkt am Wasser. Einfach wunderbar! Hier wollte ich ein paar Tage bleiben. Hoffentlich hält sich auch das Wetter. Nachdem "Kraja" an ihrem Platz stand,- und versorgt war, machte ich es mir gemütlich und genoss die Landschaft. Herrlich war es.

Tag 11

Der Tag begann schon mit herrlichem Wetter. Ich wollte den ganzen Tag faulenzen. Ich genoss das Frühstück und den extra Pott Kaffee in der Sonne. Neben mir standen schwedische Großeltern mit ihren Enkeln. Beide Kinder spielten im Wasser mit nichts anderem als ihren selbstgebauten Spielzeugbooten. Noch ein Platz weiter saß ein Junge in seinem Stuhl und las ein richtiges Buch. Kein Handy, kein Tablet, kein Internet,- nichts. Zufrieden mit sich und der Welt. Es gibt sie wohl noch,- die kleinen Ausnahmen.

Am Campingplatz beginnen etliche Wanderwege, bzw. führen daran vorbei. Ich erkundigte mich an der Rezeption nach einem kleinen Rundweg. Ich wollte ein wenig laufen. Direkt vom Platz aus führt ein schmaler Weg durch wunderschönen Kiefernwald. Begleitet wurde ich nur von ein paar Vögeln und Insekten. Eine wunderbare Stille umgab mich.

Tag 12

 

Am frühen Morgen schien noch die Sonne. Doch das sollte sich bald ändern. Laut Wetterbericht sollte eine Regenfront über das Gebiet ziehen. Der Himmel zog sich immer mehr zu,- und das Wetter hielt sich strikt an den Wetterbericht. Gegen Abend sollte der Spuk wieder vorbei sein. Ich machte mich im Wohnwagen an die Planung für die nächsten Tage, während es draußen regnete ohne Unterlass. Zudem wurde der Wind auch noch etwas heftiger.

 

Gegen 14:00 Uhr ging der Dauerregen in Schauern über. Ich machte mich auf den Weg zum nahen ICA um noch ein paar Lebensmittel ein zu kaufen. Als ich wieder zurück war, hörte es ganz auf zu regnen. Eine Stunde später schien bereits wieder die Sonne vom Himmel. Und ich konnte wieder einen herrlichen Abend draußen genießen.

Tag 13

Heute Morgen schien bereits die Sonne, als ich aufwachte. Der See war aber noch in dichtem Nebel gehüllt. Nach dem Frühstück hatte die Sonne aber endgültig die Oberhand errungen. Ich setzte mich ins Auto um ein paar Sehenswürdigkeiten zu erkunden.

Als erstes fuhr ich zum Naturum. Der Naturum Färnebofjärden liegt im alten Stall der Hütte Gysinge Bruk am Ufer des Dalälven. In der Ausstellung erfahren Besucher Wissenswertes über die Flora und Fauna von Färnebofjärden und über die Landschaft des Nationalparks.

Bei Skekarsbo befindet sich ein Aussichtsturm. Den wollte ich ebenfalls besuchen. Mit dem Auto ging es weiter, auf Schotterpisten, quer durch die Wälder. Wie so oft in Schweden. Vom kleinen Parkplatz aus sind es noch wenige Meter bis zum Aussichtsturm. Erst wenn man direkt vor dem Turm steht, sieht man ihn auch. Von oben hat man, bei gutem Wetter, einen herrlichen Rundumblick über die weite Landschaft.

Ich hatte Glück. Der Ausblick war grandios.

Morgen sind die schönen Tage hier schon wieder vorbei. Die Reise geht weiter.

Tag 14

Um 10:45 Uhr hing "Kraja" an ihrem Haken. Am frühen Morgen hatte bereits wieder Regen eingesetzt. Und fast die ganze Fahrt über sollte er mich begleiten.

Der Strandstuvikens Camping bei Nyköping war mein Ziel. Die Fahrt verlief einmal quer durch das Autobahnlabyrinth von Stockholm hindurch, aber,- ohne Probleme. Um 15:00 Uhr erreichte ich den Platz. Um es vorweg zu nehmen, wieder kein Platz für mich in der Hauptreisezeit. Der Platz war sehr groß. Er hat einen eigenen Strand und bietet auch sonst so einiges. Zu dieser Jahreszeit war nicht mehr so viel los. Ich bekam einen Platz mit Blick auf den See.  Der Platz liegt in der Nähe vom Naturreservat Stendörren. Und das wollte ich mir morgen ansehen. Da sollte auch das Wetter wieder besser werden.

Tag 15

In der Nacht hatte es wieder heftig geregnet. Gegen Morgen klarte der Himmel aber wieder auf. Ganz so wie es der Wetterbericht versprochen hatte. Nach dem Frühstück machte ich mich auf den Weg ins Naturreservat.

 

Der Parkplatz war einfach zu finden. Doch befindet er sich mitten im Wald auf einer Lichtung. Wo waren die Schären? Ein Schild wies den Weg,- und siehe da, ein paar hundert Meter weiter, steht man direkt an der Ostsee,- und mitten in den Schären. Traumhaft!

Der Name Stendörren wurde bereits schon im 13. Jahrhundert erwähnt. Damals noch dänisch. Gemeint war damit der schmalste Teil im Sund. Und im 17. Jahrhundert entstand das Gasthaus Stendörren. Es gewährte Seeleuten bis zu 8 Tagen Bleiberecht,- um z. B. auf besseres Wetter oder Wind zu warten.

Ich wanderte einen kleinen Rundwanderweg durch die Schären, immer entlang am Wasser. Und wenn es mal nicht weitergeht helfen kleine Hängebrücken dabei, den nächsten Felsen zu erreichen.

 

Auch diese Naturreservat hat einen Naturum. Es befindet sich sehr schön gelegen an dem viel befahrenen Schärenfahrwasser und dem alten Fischerhof Aspnäset.

Es ist herrlich anzusehen wie große und kleine Boote durch die Schären segeln.