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Anne & Wolfgang (AnnWolf)

2012 - Rund um den See Vättern

Und wieder nach Schweden!

Der Plan für unsere zweite Schwedentour war es, Schwedens zweitgrößten See,- den Vättern-See zu umrunden. Immerhin drei mal so groß wie der Bodensee. Gränna, an der Ostseite des Vättern-Sees war im letzten Jahr der nördlichste Punkt den wir angefahren hatten. Wir versprachen damals wieder zu kommen,- und das taten wir diese Jahr. Für die entsprechenden Etappenziele fanden wir Campingplätze in Västergötland, Östergötland,- und in Halland.
Der Sage nach entstand der See durch einen Riesen, der dort vor grauer Vorzeit hauste. Er war Bauer. Immer wieder setzte er den Pflug an, doch er bekam keine anständige Furche hin. Wütend riss er zwei verkorkste Schollen aus dem Erdreich und schleuderte sie bis in die Ostsee. Die Löcher füllten sich mit Wasser. Der Vänern und der Vättern waren entstanden.

 

 

Endlich Freitag und Feierabend.
"Isolde" stand bereits zu Hause vor der Haustür. Sie war fix und fertig gepackt,- und wartete nur darauf das es endlich los ging.


Am frühen Samstagmorgen um 4:30 Uhr klingelt der Wecker,- und kündigt damit an, dass nun endlich unser Urlaub beginnt. Ein kleines Frühstück,- und schon kann es losgehen. 6:00 Uhr starten wir den Wagen. Es regnet. Es dauert auch nicht lange und wir hatten unseren ersten Stau. In NRW hatte die 2. Hälfte der Sommerferien begonnen. Der Bettenwechsel stand an.

Der Plan war eigentlich den ersten Zwischenstop in Dänemark zu machen. Doch daraus wurde leider nichts. Immer wieder zwangen uns Staus eine Zwangspause ein zulegen. Um 16:15 Uhr erreichten wir gerade noch die Ausfahrt nach Großenbrode. Vor uns staute sich der gesamte Verkehr in Richtung Fehmann.
Um 16:30 standen wir vor der Schranke von Camping Strandparadies Großenbrode. Dort erhielten wir einen Stellplatz nahe der Schranke. Wir wollten am nächsten Tag wieder früh weiter fahren.

 

 

Abends besuchten wir noch das Restaurant, dass wir bereits vom letzten Jahr kannten. Früh waren wir an diesem Abend in den Betten verschwunden.
Der Regen hatte in der Zwischenzeit aufgehört.

Auch am diesem Morgen standen wir erneut früh auf. Die Schranke am Campingplatz öffnete ab 7:00 Uhr. 7:05 Uhr verließen wir den Campingplatz. Beim Ortsansässigen Bäcker kauften wir noch ein Brot. Um 7:30 Uhr erreichten wir die Fähre. Wir konnten ohne Halt direkt in den Schiffsbauch fahren. Heute war es längst nicht mehr so voll wie gestern. Es war schon fast leer auf der Fähre. Bereits um 8:30 Uhr erreichten wir Dänemark.

 

 

Die Fahrt durch Dänemark verlief ohne Probleme,- und so erreichten wir um 11:15 Uhr die Öresundbrücke. In Schweden angekommen, wir hatte gerade Malmö hinter uns gelassen, passierte es. Heidi sah hinter dem langen Sicherungszaun an der E4 zwei Elche. Leider konnten so schnell bei der Geschwindigkeit keine Bilder gemacht werden.


Um 16:25 Uhr erreichten wir unseren ersten Campingplatz am Vätternsee,- den Habo-Camping in Habo.
Als "Isolde" auf ihrem Platz stand und fertig versorgt war,- fuhren wir noch kurz in die Stadt um eine Kleinigkeit zu essen.
Auch heute waren wir früh im Bett verschwunden.
Den Tag über hatte es immer mal wieder leicht geregnet.

Wir hatten unser Ziel erreicht, den Vätternsee. Schwedens zweitgrößten See. Er hat eine Länge von ca. 135 km,- und eine Breite von ca. 31 km. Die größte Tiefe beträgt ca. 128 Meter.

Am nächsten Tag haben wir ausgiebig ausgeschlafen. Erst gegen 10:00 Uhr frühstückten wir. Der Himmel meinte es gut an diesem Morgen mit uns. Immer wieder kam die Sonne hervor. Wir wollten uns heute die vielleicht spektakulärste Holzkirche Schwedens,- in Habo ansehen.

 

 

Die Kirche bekam ihr heutiges Aussehen im Jahr 1723 und ist mit prachtvollen Gemälden und kunstvollen Schnitzereien verziert. Ist sie von außen schon beeindruckend an zu schauen, so verschlägt es einem im Inneren den Atem.

 

 

Der Mund bleibt vor lauter Staunen einfach auf. Alle Figuren, alle Säulen, einfach alles ist aus Holz. Unglaublich schön sind die Gemälde auf den Wänden und Decken.

Vielleicht nicht ganz so bekannt und so groß wie die Kirche in Habo ist die Kirche in Brandstorp. Viele Ansässige halten sie allerdings für mindestens genau so schön. Und so fuhren wir die paar Kilometer nach Brandstorp um uns auch diese wunderschöne alte Holzkirche an zu sehen. Der Friedhof ist von einer einzigartigen Holzkonstruktion umgeben

 

Etwas später bummelten wir noch ein wenig durch Habo. Am späten Nachmittag fuhren wir wieder zurück zum Wohnwagen. Die Sonne begleitete uns an diesem Tag fast die gesamte Zeit. Erst Abends, wir waren gerade mit dem Grillen fertig, fing es wieder leicht an zu regnen.

Nach dem Abendessen führte uns trotzdem noch ein kleiner Spaziergang zum See hinunter.


Viel vorgenommen hatten wir uns für den nächsten Tag nicht. Bereits am Vortag haben wir uns für eine Elch-Safari angemeldet. Diese sollte heute Abend vom Campingplatz aus starten,- und um 20:45 Uhr beginnen.
Nach dem Frühstück führen wir nochmals nach Habo. Dort wollten wir uns die alte Spinnerei ansehen.

Doch bekamen wir außer einem Café und geschlossenen Läden die sich innerhalb der Spinnerei befanden nicht viel zu sehen. Die gesamten alten Werkstätten waren mehr oder weniger ein Treffpunkt von örtlichen Künstlern. Im Erdgeschoss war eine kleine Bildergalerie zu sehen. Im ersten Stock waren mehrere kleine Läden, die verschiedene Handarbeitssachen ausstellten. Leider waren alle geschlossen. Nur am Wochenende wurde geöffnet. Doch da waren wir schon nicht mehr da.

 

Wir fuhren weiter nach Tidaholm. Dort wollten wir uns das alte Turbinenhaus ansehen. Es stammt aus dem Jahr 1898,- und wurde direkt an den Stromschnellen errichtet. Das Haus wurde später als Wohn,- und als Badehaus benutzt. Heute steht es leer.

Am späten Abend wartete noch eine spezielle Tour auf uns. Eine vom Platz veranstaltetet Elch-Safari.

 

 

Um 20:45 Uhr wartete an der Rezeption ein Bus auf uns. Dieser brachte uns zu einem nahe gelegenen Bauernhof. Der Bauer wartete schon auf uns.

 

Hinter einem großen Traktor war bereits ein großer Anhänger gespannt. Der Anhänger stand rückwärts an einer Rampe, so das es leicht war den Anhänger von hinten zu besteigen. Die Bordwände waren so hoch, das niemand heraus fallen konnte.

 

 

Nachdem alle in dem Anhänger waren, wurde dessen Klappe geschlossen und los ging es. Behutsam fuhr der Bauer vom Hof in den nahen Wald. Und es dauerte nicht lange,- und wir konnten tatsächlich die ersten Elche auf einer Lichtung bei ihrer Abendlichen Futteraufnahme beobachten.

Die Fotoapparate klickten was das Zeugs hielt.
Leider konnten mit unseren Kameras keine besseren Bilder gemacht werden.
Die roten Pfeile kennzeichnen die beiden Elche.


Ca. zwei Stunden fuhren wir so durch den Wald. Aber erst als wir bereits auf der Rückfahrt waren sahen wir nochmals einen Elch bei seinem Abendmahl. Wir hatten alle sehr viel Spaß
bei dieser Tour.
Erst um ca. 23:00 Uhr waren wir wieder am Wohnwagen. Der Mond schien von einem sternenklaren Himmel.
Kalt war es geworden.

Die Sonne weckte uns am nächsten Morgen. Es war unser letzter Morgen für dieses Jahr auf dem Habo-Camping. Wir werden bestimmt wieder kommen. Es hat uns gut gefallen. Gegen 10:45 Uhr waren wir abfahrt bereit. Noch schnell von den Nachbarn verabschieden,- und los ging es. Karlsborgs-Camping hieß unser nächstes Ziel. Die Fahrt war unspektakulär. Plötzlich sägte die freundliche Dame in dem Navi,- " Sie haben ihr Ziel erreicht". Tatsächlich, links von der Hauptstraße lag der Campingplatz. Von außen sah alles schon sehr voll und eng aus. Trotzdem hielten wir an,- und sahen uns zu Fuß etwas näher um. Der erste Eindruck hatte uns nicht getäuscht. Nein, hier wollten wir nicht bleiben. Ich fuhr das Gespann wieder zurück. Auf einem nahen Parkplatz hielten wir an um uns etwas neues zu suchen. Wir beschlossen wieder ein paar Kilometer zurück nach Brevik zu fahren. Unser neues Ziel war der Breviks Camp.

 

Ein einfacher Platz direkt am See. Die sehr freundliche Besitzerin freute sich sehr darüber Gäste aus Deutschland zu haben,- und zeigte uns alles. Wir haben so nett geplaudert, das wir sogar noch 2 kleine Kuchen geschenkt bekamen.

 

 

Um ca. 12:50 Uhr stand "Isolde" auf ihrem neuen Platz,- und wir hatten Seeblick.

Wir beschlossen noch nach Hjo zu fahren und uns die sehenswerten alten Holzhäuser rund um den Marktplatz an zu sehen. Unten am Hafen herrschte touristisches Treiben. Die Sonne verwöhnte uns mit ihren warmen Strahlen.

 

 

 

Wir haben noch lange an diesem Abend draußen gesessen,- und die Stille genossen.

Am nächsten Morgen blinzelte die Sonne durch die Dachlucke. Es war bereits um 9:00 Uhr schön warm draußen. Als Ausflugsziel hatten wir uns heute die Stadt hinter den Wällen,- die Festung von Karlsborg ausgesucht. Dieser imposante Festungsbau nimmt die gesamte Halbinsel Vanäs am Vätternsee ein. 

 

Die Festung Karlsborg gehört zu den größten in Europa. Der Bau begann 1819. Die Planung sah eine Bauzeit von 10 Jahren vor. Die tatsächliche Bauzeit betrug allerdings 90 Jahre. Die ersten Pläne legten fest, dass die Festung Platz für bis zu 8000 Mann bieten sollte.

Die Festung hat imposante 3 Meter dicke Mauern. In ihr befindet sich eine richtige kleine Stadt mit allen Einrichtungen,- inkl. Kirchen. Auch heute wird die Anlage für die Soldatenausbildung genutzt. Weite Teile der Anlage sind auch heute noch Militärisches Sperrgebiet. Im Inneren kann man sich allerdings frei bewegen. Es werden so genannte Abenteuerführungen mit Spezialeffekten angeboten. Bei solchen Führungen gelangt man an Orte die normalerweise nicht frei zugänglich sind. Wir nahmen uns solch eine Führung für später vor.

Einen Tag später blinzelte keine Sonne morgens durch die offene Dachlucke. Der Himmel war trüb. Es sah aus, als wenn es jeden Augenblick anfangen wollte zu regnen. Das tat es dann auch wenig später. Allerdings nicht viel. Die Luft war wieder sehr warm an diesem Morgen. Wir wollten heute nach Forsviks fahren. Forsviks hat eine der interessantesten historischen Industrieanlagen in Schweden zu bieten.

 

 

Unmittelbar vor dem Industriemuseum überquert man den Göta-Kanal. Hier haben wir kurz angehalten. Direkt an der Schleuse befindet sich der kleine Laden "Kanalbutiken 5 Knop" (Shop-Kanal 5 Knoten). Ein kleiner schöner Laden in dem kleine Accessoires gekauft werden können.

Webseite des Shops

 

 

 

 

Der "Kanalbutiken 5 Knop" befindet sich direkt an der ältesten Schleuse des Göta-Kanals.

 

 

Für Camper auch nicht ganz uninteressant,- direkt an der Schleuse können sowohl Wohnmobile als auch Wohnwagen für die eine oder andere Nacht stehen. Der Preis liegt bei 150 SEK/Nacht,- und ist im Shop zu bezahlen. (Stand: Aug. 2012)

 

 

Nach dem wir eine Schleusung beobachten konnten, fuhren wir die paar Meter weiter zum Industriemuseum. Hier schlenderten wir ein paar Stunden durch große und kleine Hallen.

 

Auf dem Gelände des Museums befindet sich auch eine kleine Werft. Hier ist der Verein Forsviks Werft ansässig. Der Verein wurde im Jahr 1995 gegründet. Ziel war es den Raddampfer "Eric Nordevall II" zu bauen. Die original "Eric Nordevall" wurde 1836 gebaut, versank aber zwanzig Jahr später im Vättern See. Dort liegt sie noch heute in 45 Meter Tiefe. Den Nachbau konnten wir besichtigen. Ab und an finden auch Fahrten statt. Als wir da waren aber leider nicht.

Zum Abschluss gönnten wir uns noch ein leckeres Stück Kuchen,- inkl. Kaffee im "Kafè Ada". Es befindet sich direkt am Museum.
Auf dem Rückweg fuhren wir noch einmal zur Festung

nach Karlsborg. Wir wollten unbedingt noch an einer Festungsführung teilnehmen. Nach Aussage des netten Herrn vom Vorverkauf sollte diese morgen früh um 10:15 Uhr stattfinden.
An dieser wollten wir teilnehmen.

Die Regenschauern hielten nicht lange vor an diesem Tag. Die Sonne gewann nach und nach Oberhand. Bis spät am Abend saßen wir unter strahlend blauem Himmel draußen und genossen die Welt.

Am nächsten Morgen musste uns der Wecker helfen wach zu werden. Wir hatten ihn sicherheitshalber am Vorabend noch gestellt. Unsere geführte Tour durch die Festung von Karlsborg begann bereits um 10:15 Uhr. Nach dem Frühstück fuhren wir los,- und waren mehr als pünktlich vor Ort.

So früh am Morgen waren es nur vier Personen. Wir bekamen einen deutschen elektronischen Guide. An jedem interessanten Punkt war eine Nummer angeschlagen. Der elektronische Führer übersetzte uns das was der schwedische echte Guide erzählte, ins deutsche. Leider durften in den meisten Bereichen keine Fotos erstellt werden. Denn die Festung ist heute immer noch eine Militär Ausbildungsstätte für fast alle Bereiche. Wir bekamen einen Film zu sehen,(deutscher Untertitel) wir wurden durch unterirdische Gänge geführt, uns wurden die früheren Wohnverhältnisse gezeigt,- und uns wurde im Außenbereich die gigantische Anlage mit ihren drei Wällen gezeigt.

Alles wurde sehr anschaulich, mit mancherlei Spektakel gezeigt. So verbrachten wir fast zwei Stunden innerhalb der Festung,- und waren am Ende sehr begeistert. Ohne eine Führung bleibt alles, von uns gesehene, verborgen. Alleine ist es nicht gestattet auf Erkundungstour zu gehen. Es ist halt Militärgebiet.

 

Anschließend wollten wir noch ein wenig übers Land fahren. Und ehe wir uns versahen, waren wir am Vänern in Mariestad gelandet. Wir sahen uns ein wenig im Hafen um.

 

 

Abseits der großen Hauptstraßen fuhren wir durch scheinbar unberührte Wälder wieder in Richtung Campingplatz. Diese Nebenstraßen sind in Schweden ganz normal. An vielen Stellen befinden sich kleine Einbuchtungen. An diesen Stellen kann man entgegenkommenden Verkehr problemlos passieren lassen. Ansonsten geht es halt ein wenig langsamer.

 

Erst am späten Nachmittag waren wir wieder am Wohnwagen und genossen den Rest des Abends erneut bei einer warmen Augustsonne,- die ungestört vom fast wolkenlosen Himmel schien.
Es war unser letzter Abend auf dem Breviks Camping.
Morgen wollten wir weiter in Richtung Tiveden-Nationalpark.

Einen Tag später, nach dem Frühstück, wurde alles an seinen Platz verstaut. An der Rezeption bezahlten wir unsere Rechnung,- und plauderten noch ein wenig mit der netten Dame. Der Platz stand zum Verkauf. Nach herzlicher Verabschiedung bekamen wir für die Weiterreise erneut zwei kleine Kuchen geschenkt.

 

Wir wollten weiter nach Askersund, dem nördlichsten Punkt auf unserer Reiseroute. Der Husabergsudde Camping war unser Ziel. Ca. auf halben Weg legten wir an einem schönen Parkplatz eine kleine Pause ein.
Es gab Kaffee,- und den geschenkten Kuchen.

 

 

Um 13:30 Uhr erreichten wir den Campingplatz. Wir suchten uns einen schönen Platz, mit Blick auf den See, aus.

 

Nachdem "Isolde" versorgt war, fuhren wir in das nahe Askersund. Wir schlenderten ein wenig im Hafen von einer Boutique in die andere, bevor wir am frühen Nachmittag wieder zum Wohnwagen zurück fuhren.

 

 

Erneut genossen wir die warme Abendsonne an diesem Tag.

Dicker Nebel lag am nächsten Morgen über dem Campingplatz und dem See. Erst nach dem Frühstück lichtete sich der Nebel. Der Tiveden-Nationalpark sollte heute unser Ziel sein. Der Nationalpark gehört zu den schönsten in Schweden. Der Name Tiveden geht vermutlich auf die altnordische Gottheit Tiu zurück und ist gleichbedeutend mit Wald.
Vor 900-1400 Mill. Jahren, als die Erdkruste aufriss und die Vätternsenke entstand, zerbrach auch das Granitgestein Tivedens. Das vor ca. 11000 Jahren abschmelzende Inlandeis wirkte ebenfalls landschaftsprägend.
Das ist natürlich so nicht ganz richtig.
In Wirklichkeit ist das Waldreich Tiveden ein Ort voller Geschichten, Mythen,- und Legenden,- und gehört den Elfen, Trollen,- und Kobolden.
Ein stark hügeliges, von riesigen Felsbrocken übersätes Gebiet mit Urwaldfeeling.

 

 

Wir fuhren zum Besucherzentrum des Nationalparks. Von hier aus starten viele Wanderwege. Wir beschlossen die "Trollkyrkorunde" zu laufen. Ein ca. 6km langer Wanderweg, für den ca. 3 Stunden geplant werden sollten. Das Wetter meinte es gut mit uns. Ab und zu schaute die Sonne durch einen ansonsten wolkenverhangenen Himmel.
Bereits der Aufstieg war recht steil. Immer wieder mussten dicke Wurzeln oder Felsen überwunden werden.

 

Die Wege sind gekennzeichnet. Verlaufen kann man sich eigentlich nicht. Und die Trolle passen zusätzlich auf, dass diese nicht verlassen werden. Heidi hat sich an einer Stelle, wegen einem Foto, zwei,- drei Meter vom Weg entfernt. Es dauerte nicht lange und die Fichte neben ihr fing an sich leicht zu bewegen und zu ächzten. Auch wenn man sie nicht sieht, sie passen auf.

In der Nähe vom Trollkirchensee befindet sich die große Trollkirche. In Tiveden ist das Wort "Troll" in vielen Namen enthalten. Aber nur einer von diesen Namen hat eine lange Tradition,- und wird bereits in Büchern aus dem 17. Jhr. erwähnt,- "Trollkyrka" die Trollkirche. Alle Vorstellungen die wir von einer Kirche haben, haben an diesem Ort keine Bedeutung.
Es handelt sich bei der Kirche um einen großen, leicht abgeschrägten Felsen. Auf diesem haben sich früher die Menschen versammelt. In früheren Zeiten war das sogar illegal.

 

Manchmal meinte man es ging nicht weiter, doch hinter dem nächsten Felsen sah man den nächsten Hinweis. Es ging tief hinunter, steil wieder bergauf. Man lief über endlose Wurzelgebilde,- und über Felsen. Kaum eine Menschenseele ist uns begegnet.

Kurz vor dem Ziel fing es leicht an zu regnen. Und dann,- nach 3,5 Stunden hatten wir es geschafft. Wir waren wieder am Startpunkt angekommen.
Auf dem Nachhauseweg wurde der Regen stärker. Es hörte auch für heute nicht mehr auf.

In der Nacht hatte es aufgehört zu regnen. Der Himmel war heute Morgen bedeckt. Immer wieder kam die Sonne zum Vorschein. Für heute hatten wir uns eine kleine Besichtigungstour durch Tiveden vorgenommen.

Nach dem Frühstück besuchten wir als erstes Fagertärn.
Der See Fagertärn ist vor allem durch seine roten Seerosen bekannt geworden. Zwischen Mitte Juli und Mitte August blühen sie am stärksten. Der Überlieferung nach wurden sie 1856 von Agaton Kjellmark entdeckt. Ein ca. 2 km langer Wanderweg führt um den See. Erst gerade,- um dann wie in ganz Tiveden üblich, über Stock und Stein, immer dicht am Ufer entlang, weiter zu führen.

An manchen Stellen haben wir rote Seerosen gesehen. Ein Paar aus Deutschland erzählte uns, sie seien vor 15 Jahren zu letzt am See gewesen. Damals wären es viel mehr gewesen. Und tatsächlich, so ist in einem Faltblatt zu lesen, deutet vieles darauf hin, das die Anzahl der Pflanzen in den vergangenen Jahren zurückgegangen ist. Man forscht bereits an den Ursachen.

 

 

Unsere Reise führte uns weiter nach Tivedstorp, ein ursprüngliches Dorf, dessen Geschichte bis in das 17. Jahrhundert zurückreicht. In der Zwischenzeit hatte es schauerartig angefangen zu regnen.

Und bevor wir wieder zum Wohnwagen fuhren besuchten wir noch Kullängsstugan,- ein ungewöhnlich großes Zweizimmerhaus aus dem Jahre 1693. Das gewaltige Haus war noch bis 1936 bewohnt. Beeindruckend sind die mächtigen Stämme aus denen es gebaut wurde.

Und so erreichten wir erst am frühen Abend wieder unseren Wohnwagen.

Der Regen weckte uns am nächsten Morgen recht früh. Wir hatten bereits gestern beschlossen den heutigen Tag als Reisetag zu benutzen. Einen Tag früher als ursprünglich geplant. Während des Frühstücks wurde der Regen weniger. Wir konnten im trockenen unsere 7 Sachen zusammen packen. Schnell noch auschecken,- und schon ging es los. Vadstena-Camping nahe bei Vadstena, war unser nächstes Ziel. Die Fahrt verlief reibungslos. Bereits um 12:45 Uhr stoppten wir vor der Rezeption. Freundlich wurden wir begrüßt,- und erhielten einen Platzplan um uns einen Platz auszusuchen. Doch es half nichts, es war nicht unser Platz. Er war uns zu voll und zu nah an der Hauptstraße. Der Platz ist bestimmt nicht schlecht, aber er war eben nicht "unser".
Wir drehten das Gespann und verließen den Platz wieder.

 

Wir fuhren zurück Richtung Motala, und von dort aus nach Borensberg.
Der dortige Strandbadets Camping war unser neues Ziel.

 

 

Dieser Platz gefiel uns auf Anhieb. Wieder hatten wir Glück und erhielten einen Platz mit Blick auf den Boren-See. Der Boren-See ist der letzte See vor Motala. Es folgt noch die Schleuse in Motala und danach befindet man sich im Vättern-See.

Nachdem "Isolde" wieder versorgt war, fuhren wir noch zur nahen Borensberg-Schleuse. Hier befindet sich auch das Kanalhotel. Wohl eines der am meisten fotografierten Gebäude am Kanal.

Direkt neben der Schleuse befindet sich die Touristeninformation. Wie immer bei unseren Besuchen, "plünderten" wir auch diese,- und versorgten uns mit reichlich Informationsmaterial. Denn ab morgen wollten wir den Göta-Kanal erkunden.

Die Sonne blinzelte uns am nächsten Morgen wieder durch die geöffnete Dachluke an. Es versprach ein schöner Tag zu werden.

 

Nach dem Frühstück fuhren wir nach Motala, um uns dort die Schleusen von Borenshult an zu sehen. Sie bilden die zweitgrößte Schleusentreppe des Göta-Kanals. In fünf Schleusenkammern überwinden die Boote eine Höhe von 15 Metern. Das Wetter war herrlich,- und so legten wir einen längeren Stopp ein. Am unteren Ende der Schleusentreppe lag die berühmte "JUNO". Ein Kreuzfahrtschiff, mit dem man den gesamten Kanal entlang fahren kann.

 

 

Es wurden eine Menge an Sportbooten geschleust. Es ist schon beeindruckend, wie schnell eine Schleusenkammer geleert werden kann.

Wir machten uns weiter auf den Weg nach Motala. Dort wollten wir noch unbedingt die beiden Pavillons besuchen, in denen die Geschichte über den Kanalbau und deren damalige Technik gezeigt werden. Sie befinden sich gegenüber dem Industriemuseum.

 

 

Der Eintritt musste in dem nahen Café bezahlt werden. Wir bekamen eine Chipkarte und konnten die Pavillons betreten. Neben allerlei kleineren Ausstellungsecken, in denen die verschiedensten Sachen, rund um den Kanalbau gezeigt werden,- ist auch der Privilegienbrief zu sehen, der den Beginn des Kanals einleitete.

Anschließend fuhren wir weiter nach Motala hinein, hinunter an den Hafen. Es herrschte buntes Treiben. Hier befindet sich auch das Motormuseum,- und das Radiomuseum. Beide besuchten wir aber nicht.

Unserer Reise führte uns weiter nach Vadstena. Hier fuhren wir direkt zum Vadstena-Schloss. Für eine Besichtigung war es allerdings schon zu spät. Das wollten wir morgen nachholen.

 

Wir schlenderten noch durch die Straßen und kamen so zum Kloster. Das Klostermusem Sancta Birgitta hatte noch geöffnet. Birgitta,- Mutter, Ehefrau, Prophetin,- und Heilige. 1303 wurde sie in Finsta geboren, gestorben ist sie 1373 in Rom. Der Papst erklärt Birgitta im Jahr 1999 zur Schutzheiligen Europas. Das eigentliche Kloster, in dem heute noch Nonnen leben, bleibt für Besucher geschlossen. Das Museum ist in dem alten Königspalast und späteren Nonnenkloster untergebracht.

Erst am späten Abend fuhren wir wieder zurück zum Wohnwagen,- und genossen noch die letzten Sonnenstrahlen des heutigen Tages.

Der nächste Tag begann mit einem noch etwas bedecktem Himmel. Doch die Sonne gewann schnell die Oberhand. Wie gestern schon beschlossen fuhren wir nach dem Frühstück als erstes nach Vadstena um das Vadstena-Schloss zu besuchen.

 

1545 wurde mit den Bauarbeiten begonnen. Man errichtete 4,5 Meter dicke Mauern aus Felsgestein mit Wachturm und 4 Rundtürmen. 1555 änderte man die Pläne. Die Burg sollte nun ein Schloss werden.

 

Seit der Fertigstellung im 17. Jahrhundert ist es gelungen, das Schloss von Vadstena sehr gut zu bewahren. Seit 1716 diente das Schloss aber nicht mehr als Wohnsitz der königlichen Familie.
Der Verfall begann.
Heute kann man nur noch im ersten, im zweiten,- und im dritten Stockwerk einzelnen Räume und die Schlosskirche besichtigen.

Nach der Besichtigung fuhren wir erneut nach Motala. Dort buchten wir für den nächsten Tag eine Schiffstour. Wir werden mit der "MS Kung Sverker" eine fünfstündige Fahrt über den Göta-Kanal unternehmen. Inklusive mehrerer Schleusenfahrten.

 

 

Nicht allzu weit von Motala befindet sich der kleine Ort Rök. Und hier gibt es etwas ganz besonderes zu besichtigen,- den Runenstein von Rök,- den "Rökstenen". Anfang des 9. Jahrhundert ließ der mächtige Wikinger-Häuptling Varin die Runen des Rök-Steins zu Erinnerung an seinen toten Sohn Vämod ritzen.

 

 

Der Stein ist ca. 2,5 Meter hoch und ist von 700 Runen übersät. Jahrhundertelang hat er die Forscher fasziniert,- und viele haben versucht das Rätsel des Runen-Steins zu lösen.
Die Inschrift ist auch in übersetzter Form schwer verständlich.

 

 

 

Wir fuhren weiter nach Linköping. Dort wollten wir "Gamla-Linköping" besuchen. Eine schwedische Kleinstadt zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Alle Häuser sind original, standen aber ursprünglich woanders.

 

 

 

Die gesamte Stadt ist künstlich aufgebaut worden. Jedes Haus wurde an seinem Originalstandort abgebaut,- und hier wieder aufgebaut. Alle Häuser sind geöffnet für die Besucher.

Erst Abends waren wir wieder zurück am Wohnwagen.


Am nächsten Morgen mussten wir etwas früher aufstehen als sonst. Doch das taten wir gerne. Denn heute wollten wir mit der "MS Kung Sverker" unsere Göta-Kanal Tour starten. Das Schiff legte pünktlich um 10:30 Uhr in Motala ab. Schon nach wenigen Minuten passierten wir die erste Schleuse,- und die erste Brücke öffnete sich. Die Sonne schien vom Himmel,- und so konnten wir die ganze Tour draußen auf dem Vordeck genießen.

 

 

Unsere Fahrt ging weiter, vorbei an dem Grab von Baltzar von Platen,- dem Erbauer des Göta-Kanals. Ihm zu Ehren ertönte bei der Passage ein langer Ton aus dem Schiffshorn.

 

 

 

Weiter führte die Fahrt bis nach Borenshult. Dort durch fuhren wir die Schleusentreppen von Borenshult. Es ist die zweitgrößte Schleusentreppe am Göta-Kanal. Es ist ein beeindruckendes Erlebnis die 5 Schleusen zu durchfahren und einen Höhenunterschied von 15 Meter zu überwinden.

 

Es folgte eine Rundfahrt auf dem See Boren, vorbei an Schloss Scharlottenborg, bis nach Borensberg. Dort wurde eine kleine Pause eingelegt. Anschließend fuhren wir die selbe Strecke wieder zurück. Nach 5 Stunden endete die Fahrt wieder in Motala.

Es werden viele schöne Fahrten auf dem Göta-Kanal angeboten. Wir haben bewusst diese Tour gewählt. Wir wollten unbedingt einmal mit dem Schiff eine Schleusentreppe erleben.

Es war ein herrlicher Tag. Wir saßen noch lange draußen am Wohnwagen und genossen den schönen Sonnenuntergang.


Heute war der letzte geplante Tag für die Region Göta-Kanal. Einen Tag länger als ursprünglich geplant. Wir ließen es heute Morgen ruhig angehen und frühstückten lange. Der Himmel war bedeckt,- und als wir los fuhren kamen sogar ein paar Tropfen Regen von oben. Laut Wetterbericht sollte es eigentlich heute trocken bleiben. Wir fuhren nach Berg um uns dort die größte Touristenattraktion des Kanals an zu sehen,- die Schleusentreppe von Berg.

Bei dieser eindrucksvollen Schleusenanlage reihen sich 7 Schleusenkammern aneinander,- und gleichen einen Höhenunterschied von 17 Meter aus. Es dauert ca. 1 Stunde bis man alle Schleusen überwunden hat.
Ein fantastisches Schauspiel.
Hier an der Schleusenanlage gibt es auch mehrere Stellplätze für Wohnwagen und Wohnmobile.
(ohne Strom - Stand: Aug. 2012)

 

Nur wenige Meter von der Schleusenanlage entfernt befindet sich die Kirche und Klosterruine von Vreta. Die Kirche ist eines der interessantesten Gebäude aus dem Mittelalter in Schweden. Sie blieb mit ihrem viereckigen Uhrenturm im wesentlichen seit dem 13. Jahrhundert bis heute unverändert.
Das Kloster wurde im Jahr 1120 als erstes Nonnenkloster in Schweden gegründet. Nachdem die letzten beiden Nonnen im Jahr 1582 starben, verfiel das Kloster leider. Heute ist nur noch eine Ruine zu sehen. Am späten Nachmittag fuhren wir wieder zurück zum Wohnwagen. Der Himmel hatte Erbarmen, stellte das Tröpfeln der wenigen Tropfen ein,- und schickte stattdessen die Sonnen hervor.

Unser Göta-Kanal Stopp war beendet. An nächsten Morgen wollten wir weiter fahren. Nach dem Frühstück machten wir "Isolde" fertig für die Abreise. Die Reise sollte uns wieder nach Gränna führen. Bereits im Jahr 2011 hatten wir Gränna besucht. Diese kleine quirlige Stadt mit den vielen alten bunten Holzhäusern.

 

Die Fahrt verlief unspektakulär.
Um 12:30 Uhr erreichten wir den Getingaryds Camping. Der Platz befindet sich auf einem Bauernhof, direkt am Wasser. Die Chefin (eine ältere Dame) empfing uns herzlich. Sie sprach sehr wenig englisch,- wir nur sehr wenig schwedisch. Und trotzdem verstanden wir uns auf Anhieb. Wir erhielten ein Platz unten am Wasser.

 

 

Wir stellten "Isolde" auf ihren Platz und fuhren ins ca. 10 km entfernte Gränna. Es führte kein Weg daran vorbei, wir mussten in einen dieser Läden für die Gränna berühmt ist. Pfefferminzbonbons ähnlichen rot-weißen Zuckerstangen.
10 verschiedene Stangen zum Preis von 100 SEK wechselten den Besitzer,- und schon hatten wir reiche Beute gemacht.

An diesem Abend setzten wir uns noch lange unten an den See auf eine Bank...

...,- und erlebten einen herrlichen Sonnenuntergang.

Der nächste Tag begann etwas bedeckt, doch bereits während des Frühstücks kam die Sonne hervor. Heute wollten wir die Insel Visingsö besuchen. Die Insel liegt direkt vor Gränna und entstand als der Riese Vist zu einer feuchtfröhlichen Hochzeit auf die andere Seite des Sees wollte. Da ihm zu nachttrunkener Stunde der Schritt hinüber zu groß war, warf er einfach eine Erdscholle mitten in den See. So konnte er und seine Frau Vista trockenen Riesenfußes auf die andere Seite wechseln.
Nach dem Frühstück fuhren wir zum Hafen von Gränna. Als wir ankamen fuhren bereits Fahrzeuge auf die Fähre. Wir hatten aber noch keine Karten. Also schnell zum Schalter gelaufen und welche kaufen. Dort erfuhr ich, dass der Preis auf der Fähre bezahlt werden muss. Man kann an dem Schalter lediglich die Uhrzeit für die Abfahrt von Gränna,- und die Rückfahrt von Visingsö reservieren. Das muss wohl etwas mit der Vorplanung der Fährgesellschaft zu tun haben. Wir bekamen als Startzeit die nächste Fähre genannt. Ich hatte die im Hafen liegende Fähre sowieso längst abgeschrieben.

 

Um so verdutzter war ich, als jemand plötzlich von der Fähre in feinsten Hochdeutsch zu uns rüber rief:" Wollt ihr auch noch mit? Wenn ja, dann schnell drauf hier." Ich bestätigte mit einem Handzeichen und fuhr auf die Fähre. Hinter uns schloss sich das Tor und die Fähre legte ab. Derjenige der gerufen hatte war ein junger Mann. Er war vor 5 Jahren ausgewandert nach Schweden,- und lebt nun als selbstständiger Zimmermann auf der Insel.

 

Wir hatten ein sehr nettes Gespräch mit ihm. Das er bei dem netten Gespräch "vergaß" die Personengebühr zu erheben,- und nur das Auto berechnete, erwähnen wir hier mal lieber nicht. Die Fahrzeit dauert ca. 20 Minuten, so das man schnell die Insel erreicht hat.

Die Insel ist ca. 14 km lang, ca. 3 km breit,- und steckt voller Kultur.

 

 

Hier steht auch die Kirche von Kumlaby, eine der ältesten Kirchen in Schweden. Sie stammt aus dem Jahr 1135. Der Turm kann bestiegen werden, eine echte Herausforderung. Von oben hat man dafür einen herrlichen Ausblick.

 

 

Ebenso befindet sich hier auf der Insel Schwedens älteste Königsburg. Leider nur noch als Ruine .
Sie wurde im 12 Jahrhundert erbaut,- und 1318 zerstört.

 

 

Beeindruckend ist auch der Näs Jönsagård, ein Bauernhof aus dem 18. Jahrhundert.

 

 

Zum Abschluss besuchten wir noch das Visingsö Värdshus (Wirtshaus) unten am Hafen. Dort gab es leckeren Fisch aus dem See.

Erst am späten Nachmittag waren wir wieder zurück am Wohnwagen.

Und wieder verabschiedete sich die Sonne von diesem Tag mit einem herrlichen Sonnenuntergang.

Am nächsten Tag sollte sich der Kreis unserer diesjährigen Tour "Rund Vättern" schließen. Bereits am frühen Morgen leuchtete ein strahlend blauer Himmel uns entgegen. Die Sonne verbarg sich noch hinter dem hohen Berg, der direkt hinter dem Platz begann. Nach dem Frühstück machten wir "Isolde" erneut reisefertig. Wir fuhren mit dem Gespann bis vorne an die Rezeption und bezahlten unsere zwei Übernachtungen in bar. Auf diesem Platz wurde keine VISA-Karte akzeptiert. Wir verabschiedeten uns von der alten Dame. Es war schön hier,- und wir werden bestimmt wiederkommen. Schnell war die Autobahn erreicht,- und schon nach kurzer Zeit erreichten wir Jönköping.

Der Kreis war geschlossen.


Um 15:15 Uhr erreichten wir unseren letzten Platz für diese Jahr in Schweden. Es war der Barsebäck Strand-Camping in Barsebäck. Ein kleiner Platz direkt an der Ostsee und nicht weit entfernt von der Autobahn. Hier wollten wir noch einen Ruhetag einlegen, bevor es wieder zurück nach Deutschland weiter gehen sollte. Die Sonne brannte den ganzen Tag vom Himmel. Wir saßen noch lange an diesem Abend draußen und genossen den Sonnenuntergang direkt vor unserer Haustür.

Heute begann unser letzter Tag in Schweden,- im diesjährigen Schwedenurlaub. Die Sonne begrüßte uns heute Morgen. Es kam ein leichter warmer Wind von der Ostsee herüber. Nach dem Frühstück fuhren wir ins nahe gelegene Einkaufszentrum, direkt an der E4. Hier gibt es alles zu kaufen was man so braucht,- oder auch nicht. Wir wollten einfach nur so bummeln. Ein paar Beutestücke in Textilform wurden es am Ende dann aber doch.

 

 

Anschließend fuhren wir noch zu dem kleinen Yachthafen von Barsebäck. Bei herrlichem Sonnenschein genossen wir jeder unser Eis,- mit Blick auf die vielen schönen Boote und Yachten.

 

 

Wir fuhren wieder zurück zum Wohnwagen,- und legten uns für den Nachmittag einfach in Sonne. Erst am späten Nachmittag zog sich der Himmel langsam zu.


Am späten Abend dröhnte laute Musik vom nahen Strand. Uns war zuvor schon aufgefallen, das erhöhter Fahrradverkehr stattfand. Alle fuhren in Richtung der Strand nahen Liegewiese.
Neugierig geworden, machten wir uns auf den Weg. Es muss wohl in der örtlichen Presse gestanden haben, auf jeden Fall machte das halbe Dorf auf der Wiese im Rhythmus der Musik eine Aerobic-Übung nach der anderen. Einfach genial.

Der nächste Morgen begrüßte uns wieder mit einem freundlicher Himmel. Aller Wehmut half nichts, heute führte die Reise uns wieder zurück nach Deutschland. Nach dem Frühstück packen wir alles zusammen. Um 9:10 Uhr verließen wir Barsebäck Strand-Camping.

 

 

Um 9:50 Uhr hatten wir die Öresundbrücke erreicht. Die Maut-Schranke öffnete sich,- und wenige Minuten später waren wir in Dänemark.

 

 

Ohne besondere Vorkommnisse erreichten wir um 12:30 Uhr den Fährhafen Rødbyhavn.

 

Unser Ziel für den heutigen Tag war der Camping Lübeck, nicht weit entfernt von der A1. Wir erreichten den Campingplatz um 15:40 Uhr. Wir haben diesen Platz schon mehrfach angefahren. Die schwüle warme Luft, die uns entgegen kam als wir die Autotüren öffneten, ließ uns erst einmal stocken.
Diese Luft waren wir nicht mehr gewohnt.

Morgen wollten wir uns wieder früh auf die Reise machen, um so möglichst jedem Rückreiseverkehrsstau zu entkommen.

Um 7:00 Uhr holte ich unsere, bereits gestern vorbestellten, Brötchen an der Rezeption ab. Um 8:20 Uhr verließen wir den Campingplatz. Es war bereits sehr warm an diesem frühen Morgen. Und es sollte noch viel wärmer werden. In den Medien sprach man von einer Sahara-Hitze für das Wochenende. Die Autobahn füllte sich zunehmend. Aber im Gegensatz zu der anderen Seite konnte auf unserer Spur flüssig gefahren werden. Bis auf zwei kleinere Baustellenstaus, kamen wir ohne weitere Zwischenfälle um 14:50 Uhr wieder an unserem Heimatplatz an.
Der Urlaub war nun zu Ende.

ENDE

(Reisekilometer gesamt: 3627 Km)
(Reisedauer = 22 Tage)

Die hier beschriebenen Einrichtungen spiegeln den Stand aus dem jeweiligen Jahr wieder,- und können sich bis heute teilweise,- oder auch vollkommen verändert haben.